Eheringe – Symbol der Verbundenheit
Die offizielle Statistik zeigt: Die Anzahl der Hochzeiten hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen: Während sich in den 1980ern jährlich noch im Schnitt über 505.000 Paare das Ja-Wort gaben, waren es in den 1990ern etwa 440.000 und im ersten Jahrzehnt des zweiten Jahrtausends nur noch 386.000 (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die Ursachen dafür mögen vielfältig sein: soziale Veränderungen, wirtschaftliche Unsicherheit aber auch andere Lebensentwürfe spielen sicher eine wichtige Rolle. Trotzdem ist die Heirat nicht „out“. Die Entscheidung für ein gemeinsames Leben mit einem Partner ist nicht nur romantisch begründet. Das Paar will „vor Gott und der Welt“ zeigen, dass es zusammen gehört, „in guten wie in schlechten Zeiten“.
Sichtbarstes Zeichen dieses Zusammenhalts sind die Eheringe. Ursprünglich trugen den nur die Frauen. In der Antike galt der eiserne Ring als Zeichen der Bindung aber auch als „Empfangsbestätigung“ für die Mitgift. Seine sakrale Bedeutung im Christentum bekam der Ring im neunten Jahrhundert als Sinnbild für Treue und Beständigkeit, seit dem 13. Jahrhundert gehört der Ring zum kirchlichen Trauritus. Auch wenn heute in zunehmendem Maße Ehen „nur“ standesamtlich geschlossen werden, der Trauring hat seine Symbolkraft behalten.
Da die Ringe dafür gedacht sind, zumindest ein ganzes Eheleben ihren Zweck zu erfüllen, legen die Paar stets großen Wert auf die Auswahl. Noch immer ist Gold das Material der Wahl, doch auch Silber, Weiß- und Rotgold oder Platin kommen zum Einsatz. Gelegentlich werden die Ringe auch mit Edlesteinen besetzt – doch sollte man für solch eine Ausführung mehr als nur ein bisschen Kleingeld übrig haben. Absolut unverzichtbar ist die Gravur der Ringe: Traditionell wird in das Innere des Rings der Name des Partners und das Hochzeitsdatum graviert.
Auch wenn die Ringe sicher das wichtigste Ausstattungsstück der Eheschließung sind, so sind sie doch nur eines. Die Braut braucht ein Hochzeitskleid, am besten mit speziellen Hochzeitsdessous, Schleier, Schuhe, Kopfschmuck, eine passende Frisur. Der Bräutigam hat mit einem schicken Anzug meist schnell seine Wahl getroffen. Den Hauptteil der Arbeit macht wohl die Organisation des Festes aus, inklusive der Einladung aller Gäste. Die Devise lautet: Nur Nichts und Niemanden vergessen! Die Trauung selbst ist für das Paar emotional wohl die größte „Belastung“ – wenn jetzt nur nichts schief geht! – doch wenn beide erst den Ehering tragen, fällt die Anspannung ein Stück weit ab und das Eheleben beginnt mit einer rauschenden Feier…